Die Firma InfoWatch Group aus Russland hat ein neues Smartphone vorgestellt, das verhindert, dass Apps persönliche Daten sammeln können, wie von Bloomberg berichtet.
Das Taiga-Handy wurde entwickelt, um zu verhindern, dass Apps die Benutzeraktivitäten verfolgen, insbesondere im Bezug auf arbeitsbezogene E-Mails, Dokumente und Fotos. Es soll auch die Sammlung und Übermittlung von Nutzungsdaten durch Apps stark einschränken. Obwohl bestimmte Apps wie Gmail auf dem Taiga-Handy genutzt werden können, werden sie nicht in der Lage sein, Daten über die Verwendung zu sammeln oder zu übermitteln.
Der Text besagt, dass es sich um eine gefälschte Version eines Android-Telefons handelt, das mit einer speziellen Firmware von InfoWatch betrieben wird. Die ersten 50.000 Taiga-Telefone werden an Mitarbeiter von staatseigenen russischen Unternehmen geliefert. Diese Telefone sind noch nicht für den Verkauf an Verbraucher verfügbar.
Der Taiga ist ein Waldgebiet in Sibirien und Kanada, das seinen Namen von der russischen Bezeichnung für Schneewald erhält. Es ist ein Beispiel für den technologischen Kalten Krieg zwischen den USA und Russland. Vor kurzem hat die US-Regierung die Software von Kaspersky Lab verboten, da angebliche Verbindungen zur russischen Regierung bestehen sollen. Natalya Kaspersky, Mitbegründerin und ehemalige CEO von Kaspersky Lab, ist jetzt Präsidentin der InfoWatch Group.
Im vergangenen November unterstützte die Regierung Russlands einen Plan, alle Microsoft-Software in staatlichen Behörden durch russische Alternativen zu ersetzen. Anschließend wurde LinkedIn, das zu Microsoft gehört, verboten.
InfoWatch hat vor Kurzem neue Standorte in Malaysia und den Vereinigten Arabischen Emiraten eröffnet, was es ermöglichen wird, dass die Taiga-Produkte bald in diesen Ländern verfügbar sind.
Der Text dreht sich um das Thema Cybersicherheit. Es beschäftigt sich mit der Sicherheit von Daten und Informationstechnologien im digitalen Raum.